Unsere
Wurzeln
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Der Förderkreis für seelische Gesundheit e.V. wurde am 2.7.1954 von Margarete Betke mit dem Namen
„Mutterdienst
an Geisteskranken“ gegründet. Frau Betke war die
Mutter
eines chronisch psychisch kranken Sohnes der „Wittenauer
Heilstätten“. Ihre regelmäßigen
Besuche zeigten
ihr die Verlassenheit und Untätigkeit vieler Patienten, was
für sie Anlass war, einen Verein zu gründen.
Ziel des Vereins war die Gründung einer
Gedächtnisstiftung
mit der Aufgabe ein „Dorf der Menschlichkeit –
Rehabilitation psychisch Kranker“ außerhalb der
Anstalt zu
errichten. Es fand sich allerdings trotz mannigfacher Bemühung
und
anderer Unterstützung leider keine
Finanzierungsmöglichkeit.
Nebst dieser Zielsetzung
organisierte der Verein einen regelmäßigen
Besucherdienst,
persönliche Einzelbetreuung und sorgte mittels
Straßensammlungen, Spenden und Erbschaften für
unterschiedliche kreative Aktivitäten und eine Verbesserung
der
Ausstattung und trug somit zu einer weitreichenden Verbesserung des
Klinikalltages bei.
Die auf menschlicher Verbundenheit beruhende Arbeit dieses bald 100
Mitglieder umfassenden Vereins wurde von der Klinikleitung und dem
Personal der Stationen unterstützt und geschätzt.
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| Wie ging es
weiter |
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Mit der sich
ständig verändernden Psychiatrie und damit
verbesserter
Rehabilitationschancen sah sich der Verein erneut gefordert,
langjährigen Patienten den Weg aus der Klinik heraus zu
ermöglichen. Die Umsetzung einer wohldurchdachten Nachsorge
ist
dem Pioniergeist und dem Engagement unseres Vereinsmitgliedes Frau Dr.
Rintelen, der ehemaligen Chefärztin der
Rehabilitationsabteilung
der Karl-Bonhoeffer Nervenklinik, zu verdanken. Durch die
Unterstützung unserer Mitglieder konnte aus Mitteln des
Vereins
1977 die erste therapeutische Wohngemeinschaft für
langjährig
stationär behandelte Patienten in West-Berlin bzw. der
Bundesrepublik eingerichtet werden.
Der Verein errichtete in der Folgezeit weitere therapeutische
Wohngemeinschaften und legte auch weiterhin großen Wert auf
die
Förderung von Kreativität und künstlerischem
Gestalten.
So existieren unser Chor und unsere Künstlergruppe schon seit
über 20 Jahren. Neben diesem kreativen Bereich blieb es dem
Verein
wichtig, Reisen zu ermöglichen. So stellte er seit 1970 der
Klinik
3 Busse und den ambulanten Einrichtungen einen weiteren Bus zur
Verfügung.
Der Verein evaluierte in regelmäßigen
Abständen seine
Tätigkeit; entsprechende Veröffentlichungen liegen
vor. |
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| Wer ist der
Förderkreis für seelische Gesundheit heute? |
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In den 90er Jahren kam
dann durch die Enthospitalisierung das Ansinnen des Vereins in gewisser
Weise zur Vollendung:
Der ambulante Bereich wurde erweitert und bot somit ein breites
Spektrum von Rehabilitationsmöglichkeiten.
Unsere mittlerweile 90 Betreuungsplätze verteilen sich
über
kleinere Einrichtungen und umfassen unsere therapeutischen
Wohngemeinschaften, darunter auch eine gerontopsychiatrische
Wohngruppe, betreutes Einzelwohnen und ein Übergangswohnheim.
Da auch die Akquise von Wohnraum immer zu unseren Aufgaben
zählte,
mieteten wir 1997 den Seitenflügel eines Wohnhauses mit 10
Einzimmerwohnungen, welche je nach Bedarf für Betreuung oder
lediglich zur Untermiete von Klienten genutzt werden. Ein Teil dieser
Wohnungen wird in Kooperation mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst
kurzfristig an wohnungslose Weddinger Klienten vergeben.
Wir betreuen Menschen mit psychischen Erkrankungen und
Abhängigkeitskranke. Das Angebot richtet sich an alle
Rehabilitanden einer psychiatrischen Fachklinik. Der
Verein arbeitet vorrangig in enger Zusammenarbeit mit den
für
uns zuständigen Stationen der psychatrischen Universtätsklinik der
Charité im St. Hedwig Krankenhaus in Mitte, den Abteilungen des
Vivantes Humboldt-Klinikums, den Bezirken Wedding und Reinickendorf
zusammen.
Er ist hier der gemeindenahen Versorgung verpflichtet und kooperiert zu
diesem Zweck mit anderen ambulanten Einrichtungen.
Das Betreuungsteam setzt sich aus folgenden Berufsgruppen
zusammen:
• Alten-, Kranken- und Heilerziehungspfleger,
• Sozialarbeiter,
• Dipl.-Pädagogen,
• Dipl.-Psychologen/psychologischen Psychotherapeuten,
• Dipl.-Soziologen, einer
• Theologin, einer
• Fachärztin für
Psychiatrie und
Psychotherapie.
Seit 2003 gehören wir der Qualitätsgemeinschaft des
Paritätischen Wohlfahrtsverbandes an und befinden uns im
Aufbau
eines QM-Systems nach DIN EN ISO 9001:2000. |
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| Über 55 Jahre
Förderkreis für seelische Gesundheit e.V. |
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Im Jahre 2004 blickten
wir auf 50 Jahre gemeinsame Arbeit mit all denen zurück, die
uns
ihr Vertrauen geschenkt haben. Die Erfahrungen auf dieser Strecke
psychiatrischer Versorgung tauschten wir mit all denjenigen
aus, die unsere Angebote für sich
nutzen und an einer fortwährenden Weiterentwicklung interessiert sind.
Aus gegebenem Anlass wurde eine Chronik geschrieben, die bei Interesse angefordert werden kann.
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